VEREINSGESCHICHTE

 
Geschichte

Ziggedreet, wissen Sie den Ursprung dieses Namens  und was er bedeutet? Vermutlich nicht,  denn auch die ältesten Aktivmitglieder, die immerhin schon 33 Jahre diesem Verein mit  Begeisterung die Treue halten, können über die Herkunft dieses Namens nur spekulieren. Leider gibt es so viele Möglichkeiten, dass es den Rahmen bei weitem sprengen würde, hier alle aufzuzählen. Eine Version, die immer wieder erläutert wurde, ist ein Zickendraht, ein Berufsmusiker, der Jazz spielte, aber weder Noten lesen konnte noch über ein durchschnittliches  Niveau hinauskam. Nach einer anderen Interpretation bedeutet, laut Nationalzeitung vom 26. Juli 1960, ein Zickendraht soviel wie "ein alberner Junge". Wie dem auch sei, eines ist jedoch klar:  Die Guggemuusig  wurde von ein paar begeisterten Fasnächtler im Jahre 1959 gegründet. Am 7. März 1960 hat man mit dem Sujet "Ziry by night, isch abverhait" offiziell das erste Mal an der Basler Fasnacht teilgenommen. Im Jahre 1964 rückte die Fasnacht näher und näher. Niemand der Aktiven bemerkte bis drei Wochen vor der Fasnacht, dass sich der damalige Guggemajor heimlich und leise ins Tessin abgesetzt hatte. Irgendwie schaffte man es trotzdem noch, sich beim Comité anzumelden und somit war die weitere Zukunft der Guggemuusig Ziggedreet gesichert.

In den ersten Jahren spielten diverse Musiker, unter anderem Alex Felix von der P.S. Corporation, in der Guggemuusig mit. Vor der Fasnacht traf man sich ein paar Mal  in den Langen Erlen zum Proben. Hatte jemand keine Lust diese Marschproben mitzumachen, so wusste er genau wo man sich an den drei Fasnachtstagen traf. Unter der Führung des neuen Obmanns wuchsen die Ziggedreet zu einer richtigen Familiengugge zusammen. Es war eine Selbstverständlichkeit, dass Familien samt Ihrem Nachwuchs bei uns teilnehmen durften. Im Jahre 1975 fanden erstmals, in den Lokalitäten des ehemaligen Radios Redifusion am Brausebad, regelmässige Proben statt.

An unserem 25-jährigen Jubiläum 1984 wurde seit längerer Zeit wieder einmal  ein einheitliches Sujet erarbeitet. Vormals lief man an der Fasnacht vielfach im traditionellen Charivari. Durch das gelungene Aussehen, das der Zug darstellte, entschloss man sich, zukünftig immer ein Thema herauszugeben. In den folgenden Jahren fertigte man die Larven in Gemeinschaftsarbeit selber an. Diese Arbeiten wurden meistens bei einem der späteren Guggenmajore ausgeführt, wo es jeweils in der Küche wie in einem Larvenatelier aussah.

1985 war wieder einmal  ein Jahr der Veränderungen. Es wurden erstmals in der Geschichte der Ziggedreet so genannte "Ämtliinhaber" gewählt. Da man kein Verein sein wollte, durften diese Personen unter keinen Umständen Vorstandsmitglieder genannt werden. Unterdessen wurden auch die Proben ab den Herbstferien ein fester Bestandteil der Guggemuusig. Auch das im Jahre 1990  beschlossene Leitbild "Ziggedreet zurück zu den Wurzeln" konnte die weitere Entwicklung der Gugge in Richtung Verein nicht aufhalten. 1991 entschied man sich, Passivmitglieder aufzunehmen. Der Gedanke war weniger der Jahresbeitrag, sondern vielmehr, dass der Kontakt zwischen den noch Aktiven Ziggedreet zu Ehemaligen, Freunden und Bekannten gepflegt wird.

In der Zeitspanne von 1995 - 1997 gab es viele personelle Veränderungen. Ein Teil der "alten" Ziggedreet war fasnachtsmüde und die anderen  mochten einfach mit der Entwicklung der modernen Fasnacht nicht mehr mithalten. Das wahr wohl einer der schwierigsten Zeiten in der Geschichte der Guggemuusig. Der Rest der noch übrig gebliebenen, alten Garde führte die Gugge auf beharrlichem Wege, trotzt mehreren kleineren Rückschlägen, in die heutige Zukunft.1996 war es endlich soweit; man bekannte sich dazu, dass auch die Guggemuusig Ziggedreet ein Verein ist. Die dazugehörigen Statuten waren eine Selbstverständlichkeit.

Im 2006 gab es einen neuerlichen Wechsel an der Vereinspitze. Viele neue Kräfte und junge Mitglieder übernahmen die Geschicke des Vereins. Mit neuen Ideen und viel Elan konnten zahlreiche Jugendliche begeistert werden, bei uns mitzumachen. Der alte kameradschaftliche Geist ist in die Gugge zurückgekehrt. Mit einer Mischung aus jung und alt, Frauen und Männer können die Ziggedreet ruhig ihrem 50. Geburtstag entgegenfiebern.

 
Nostalgie I
 
Nostalgie II